Mehr als 130.000 Kraniche überwintern in der Extremadura, einer Landschaft in Zentralspanien. Schon seit langem hatte ich die Idee, den Kranichen hinterher zu reisen. Vor allem lockte mich das Licht in der Extremadura – Kraniche unter Steineichen in diesem Licht zu beobachten und zu fotografieren – das war das Ziel! Sehr spontan entschloss ich mich, diesen Plan umzusetzen, entfloh dem grauen und trüben Dezemberwetter in Hamburg und flog für eine Woche nach Spanien.

Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass die Kraniche gar nicht so einfach zu finden waren. Die Größe der Extremadura hatte ich unterschätzt, so fuhr ich in dieser Woche über 2000 km auf der Suche nach den großen Vögeln. Von reiner Steppe bis hin zu den Eichenwäldern, von den abgeernteten Reisfeldern im Süden bis in die gebirgige Landschaft weiter im Norden – es gibt sehr viel abwechslungsreiche, beeindruckende Landschaft in der Extremadura. Besonders schön war es bei diesen Fahrten auf viele kleine Singvögeln zu treffen, die dort überwinterten, ihren munteren Konzerten zu lauschen und sich darüber zu freuen, dass diese in doch größerer Zahl als bei uns durch die Gegend flogen. Auch Wiedehopf und Blauelstern sah ich öfter und oben auf den Kirchtürmen klapperten die Störche. Irgendwann begneten mir dann endlich die ersten Kraniche.

Die Kraniche gefielen mir tatsächlich am besten auf den sanften, grünen Hügeln und Feldern, die mit Steineichen bewachsen, von Bächen durchzogen oder auch mit einzelnen Gesteinsbrocken übersät waren. Meist standen die Vögel da sehr vereinzelt in reinen Familienverbänden oder mal in kleineren Trupps mit vielleicht 20 Vögeln.

Womit ich jedoch nicht gerechnet hatte war, dass die Kraniche noch viel scheuer und vorsichtiger waren, als ich das schon aus Deutschland kannte – es wurde richtig schwierig – selbst das anpirschen im Auto löste Unruhe aus, sie fingen an zu trompeten und … hoben ab.

Dennoch ist es immer mal wieder gelungen, sich sehr vorsichtig zu nähern ohne sie aufzuschrecken, und so sind zumindest einige Bilder ermöglicht worden. Das nächste Mal vielleicht doch lieber im Tarnversteck…

Hier haben sich zwei Störche bei den Flugaufnahmen mit reingemogelt 🙂

Mal ein anderer Hintergrund, der den Kranich aber auch sehr schön zur Geltung bringt.