Zwischen Steineichen, Pinien und dem warmen Licht der iberischen Sonne ist mir eine ganz besondere Schönheit begegnet: die Iberische Blauelster.

Mit ihrem zart rosafarbenen Gefieder, dem schwarzen Scheitel und dem auffallend langen, leuchtend blauen Schwanz wirkt sie fast wie ein exotischer Gast – und doch ist sie hier zuhause. Sie kommt ausschliesslich in Spanien und Portugal vor.

Blauelstern sind selten allein unterwegs – meist sieht man sie in kleinen Trupps, die lautstark miteinander kommunizieren und immer in Bewegung sind – flatternde, rufende Farbakzente – einfach wunderschöne Vögel!

Bei meinem letzten Spanienbesuch habe ich vergeblich versucht, diese lebendigen Vögel gut vor die Kamera zu bekommen, aber sie waren immer sofort weg, wenn man sich nur näherte. Diesmal, als wir auf den Luchs warteten, kam plötzlich ein ganzer Trupp Blauelstern an die Wasserstelle! Was für eine phantastische Überraschung!

Kaum hatte die erste vorsichtig das Wasser geprüft folgten die anderen – und verwandelten die Szene in ein spitzendes Schauspiel. Mit ausgebreiteten Flügeln tauchten sie ins kühle Nass, schlugen mit den Flügeln, warten Wassertropfen in die Luft und schüttelten sich mit sichtbarem Vergnügen. Das sonst so glatte Gefieder stand plötzlich zerzaust ab, der lange blaue Schwanz wirkte schwer und dunkel vom Wasser. Besonders habe ich mich gefreut über den Moment, als eine Blauelster losflog und sich in der Luft das Wasser aus dem Gefieder schüttelte.