Im Januar hatte ich das große Glück, einem der seltensten Raubtiere Europas zu begegnen: dem Iberischen Luchs. Aus einem sorgfältig platzierten Fotoversteck heraus konnte ich diesen scheuen Jäger in seiner natürlichen Umgebung beobachten und fotografieren.

Der Iberische Luchs ist die kleinste der vier Luchsarten und kommt ausschließlich auf der Iberischen Halbinsel vor. Charakteristisch sind die langen, schwarzen Ohrpinsel, der ausgeprägte Backenbart und das gefleckte Fell, das jedem Tier ein individuelles Erscheinungsbild verleiht.

 

Im Januar sind die Luchse paarungsbereit und so war auch ein weiteres Männchen in der Nähe. Unser Weibchen rief öfter nach ihm, aber leider haben wir das Männchen nicht zu Gesicht bekommen. Selbst im Fotohide weiß man nie, was man letztlich vor die Linse bekommt!

Unser Luchs-Weibchen hat sich an einem Nachmittag für 2 Stunden oben auf das Fotohide gelegt… so hat man einen Luchs zwar ganz besonders nah und kann ihn doch nicht sehen!

Für mich war es auf jeden Fall ein sehr besonderes Erlebnis, diesem scheuen Tier so nah kommen zu können und den Luchs beim jagen, fressen und ausruhen zu beobachten.